Familienstreitereien
Vielleicht ist es nichts besonderes, wenn man die momentanen Umstände bei uns in der Familie bedenkt, aber dennoch ist es gerade für mich doch recht unangenehm. Meine Mutter geht auf mich los, beschwert sich, ich würde sie nicht mehr besuchen und mich allgemein nur noch melden wenn ich was von ihr oder meinem Vater will. Aber was erwartet sie? Ich kann Hochberg momentan einfach nicht sehen. Ich verbinde dort einfach alles an meinem Großvater und es ist ja nicht gerade so, dass er mir nichts bedeutet hat. Er war immer für mich da, ohne ihn wäre ich nicht die die ich heute bin. Gut, das ist jetzt nicht unbedingt etwas positives, aber dennoch. Bisher konnte ich noch nicht einmal mehr auf den Friedhof gehen, ich will damit nicht konfrontiert werden. Ich packe es einfach nicht immer und überall an den Tod meines Opas erinnert zu werden. Meine Eltern kommen auf eine andere Art und Weise damit klar oder eben nicht klar. Meine Mutter zum Beispiel redet wie ein Wasserfall, das heißt noch schlimmer als sie sonst schon redet und zwar ständig nur über Opa… ich kann es nicht mehr hören. Ich kann den Verlust so nicht verarbeiten. Wobei… ich will es immer noch nicht wahrhaben, irgendwie ist es einfach noch immer nicht so richtig greifbar. Wenn ich in Hochberg, in meinem Elternhaus bin, habe ich ständig das Gefühl, dass er gleich die Treppe runterkommt und zu wissen dass das nicht der Fall sein wird macht mich fertig, daher kann ich momentan nicht dahin. Was aber unserer Familienharmonie nicht gerade zu gute kommt. Mein Bruder zickt mich an, meine Mutter und auch mein Vater obwohl ich es von ihm natürlich kaum mitbekomme, schließlich sehe ich ihn so gut wie nie und auch Telefonisch höre ich fast nichts von ihm.
Einzig die Wochenenden sind wirklich etwas was mich von der ganzen Misere ablenkt. Da bin ich nicht allein und besonders wenn ich zu ihm fahre weiß ich dass mich nichts von alldem einholen wird!
das Rothörnchen, auch genannt: Verena, 23 Jahre alt über alles was ihr einfällt.